Temperatur-Methode

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie [Stand 12. Aug. 2004]

Die Temperatur-Methode ist eine der Methoden der Natürlichen Familienplanung (NFP).


Bei dieser Methode beobachtet man täglich die Basaltemperatur und notiert sie in einer Tabelle.

Da sich die Körpertemperatur der Frau um den Zeitpunkt der Ovulation - die fälschlich oft als "Eisprung" bezeichnet wird - verändert, kann man bei Auswertung der Messwerte relativ sicher einen erfolgte Ovulation feststellen. Grundvoraussetzung für das Funktionieren ist jedoch, dass die Frau ihren Körper und Vorgänge in diesem sehr gut kennt.

Die Methode ist geeignet für Paare mit Kinderwunsch, um die fruchtbare Zeit einzugrenzen, da es oft vorkommt, dass die Ovulation im folgenden Zyklus wieder zur gleichen Zeit stattfindet.

Wendet man diese Methode zur Empfängnisverhütung an, besteht das Risiko, dass die Ovulation früher als erwartet eintritt oder auch Spermien länger als die üblichen 4 Tage befruchtungsfähig waren, so dass es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt. Die Kombination der Temperatur-Methode mit der Billings-Methode minimiert dieses Risiko, indem zumindest der Zeitpunkt der Ovulation besser bestimmbar wird. Diese symptothermale Methode wird als ähnlich sicher wie die Pille bezeichnet.

Mittlerweile werden auch integrierte Systeme von Thermometer und Computer als Verhütungscomputer oder Zykluscomputer angeboten. Dabei übernimmt eine Software die Auswertung der gemessenen Temperaturen und zeigt direkt die Interpretation von fruchtbar oder nicht an.

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