Pearl-Index

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie [Stand 12. Aug. 2004]


Mit dem Pearl-Index (abgekürzt: PI), benannt nach dem amerikanischen Biologen Raymond Pearl (1879-1940), wird die Zuverlässigkeit von Methoden der Empfängnisverhütung beurteilt.

\mbox{Pearl Index} = \frac{\mbox{Gesamtzahl der Schwangerschaften} \cdot 12 \ \mbox{Monate}} {\mbox{Zahl der Frauen}  \cdot \mbox{Zahl der Anwendungsmonate}} \cdot 100

Der Pearl-Index wird folgendermaßen ermittelt: Verhüten 100 Frauen innerhalb eines Jahres mit der gleichen Methode, dann entspricht die Anzahl der Frauen, die in diesem Zeitraum trotzdem schwanger werden, dem Pearl-Index. Sollten 3 Frauen ungewollt schwanger werden, beträgt der Pearl Index also gerade 3:

\mbox{Pearl Index} = \frac{3 \cdot 12}{100 \cdot 12} \cdot 100 = 3

Das heißt, der Pearl-Index gibt die Versagerquote der gewählten Methode an, und zwar ausgedrückt als Anzahl der Schwangerschaften pro 100 Frauen, die eine Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden.
Man kann das Ergebnis aber auch so interpretieren, dass wenn man 100 Jahre lang mit der genannten Verhütungsmethode verhütet, man wahrscheinlich so und so oft befruchtet.
Der Pearlindex hängt auch vom Kenntnis- und Erfahrungsstand der untersuchten Frauen ab. Als Faustregel gilt: Je höher die Zahl, desto unsicherer die Methode.

Beispiele des Pearl-Index

nähere Informationen unter dem unten genannten Link

Die meisten ungewollten Schwangerschaften beruhen auf Anwendungsfehlern der jeweils verwendeten Verhütungsmethode.

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