Hormonpflaster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie [Stand 12. Aug. 2004]

Hormonpflaster sind eine Verabreichungsform für Hormonpräparate. Zur Zeit werden damit Geschlechtshormone verabreicht, also Testosteron bzw. Östrogene und/oder Gestagene. Der Wirkstoff wird dabei über die Haut, also transdermal aufgenommen (siehe Transdermales Pflaster).

Vorteile der Verabreichung über Pflaster statt über orale Präparate oder Spritzen ist eine sehr gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffes sowie eine im Vergleich zur oralen Aufnahme geringere Belastung der Leber und die Vermeidung des Abbaus des Präparats im Verdauungstrakt, und dadurch bedingt eine geringere notwendige Dosis (siehe first_pass_effekt). Ein Hormonpflaster erlaubt es, über einen Zeitraum Hormone abzugeben, der mit anderen Applikationsarten nicht erreichbar ist.


In großem Umfang wurden Hormonpflaster zunächst zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bei Frauen eingesetzt, mittlerweile auch zur Behandlung von Hormonmangelzuständen bei Männern. Beide Anwendungen sind als Langzeitanwendungen nicht unumstritten. Weiterhin werden Hormonpflaster auch zur Empfängnisverhütung bei Frauen eingesetzt.

Empfängnisverhütung bei Frauen

Es funktioniert wie die Pille. Es wird 3mal hintereinander 7 Tage lang auf die Haut geklebt und dann folgt eine Woche ohne Pflaster.

Die Sicherheit ist so hoch wie bei der Pille (Pearl-Index 0,1). Es kommt zu den gleichen Nebenwirkungen wie bei der Pille, doch es kann zusätzlich noch zu Hautirritationen und einer schmerzhafteren Regel kommen.


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