Billings-Methode

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie [Stand 12. Aug. 2004]

Die Billings-Methode ist eine der Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP).

Diese Methode geht zurück auf das australische Arztehepaar Evelyn und John Billings. Bei dieser Methode beobachtet man täglich den Muttermundschleim und notiert dessen Beschaffenheit in einer Tabelle. Da sich die Beschaffenheit vor und um den Follikelsprung verändert, kann man durch Auswertung der Aufzeichnungen auf eine bevorstehende Ovulation schließen.

Die Methode ist geeignet für Paare mit Kinderwunsch, um die fruchtbare Zeit einzugrenzen. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, ist vergleichsweise hoch: auf dem Pearl-Index liegt die Billings-Methode bei etwa 15; d.h. von 100 Frauen, die damit ein Jahr lang verhüten, werden ca. 15 schwanger.

Wendet man diese Methode zur Empfängnisverhütung an, besteht das Risiko, dass der Eisprung zu einer anderen Zeit stattfindet als erwartet und es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt.

Die Kombination der Billings- mit der Temperaturmethode minimiert dieses Risiko: die aus der Kombination entstehende symptothermale Methode ist fast so sicher wie die Pille, der Pearl-Index liegt bei gewissenhafter Anwendung zwischen 1,5 und 3.


Weblinks

siehe auch: Menstruationszyklus, Zeugung


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